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Keiner Mag Mich – Bildquelle: Pixabay

Keiner mag mich – Fatale Glaubenssätze beim Verlorenen Zwilling

„Keiner mag mich.“ ist einer der fatalen Glaubenssätze unter denen viele alleingeborene Zwillinge oft jahrzehntelang leiden, ebenso wie unter verschiedenen teils schwerwiegenden Folgen, die entstanden, weil sie im Mutterleib mit dem Verlust ihrer Geschwister allein klarkommen mussten und damit im wahrsten Sinne des Wortes heillos überfordert waren. Und deshalb denke ich oft, dass der alleingebliebene der in Wirklichkeit verlorene Zwilling ist, denn ein Gefühl von Verlorenheit zieht sich durch das Leben vieler alleingebliebener Zwillinge.

Vielleicht hast Du auch im Mutterleib oder kurz nach der Geburt einen Zwilling oder mehrere Geschwister verloren und fragst, Dich, wie Du trotz dieses Verlustes ein zuversichtliches, freudiges Lebensgefühl gewinnen kannst.

Um Dir ein Gefühl zu geben, dass das tatsächlich möglich ist, möchte ich Dir heute von Susanna schreiben, die ich eine Zeit lang per Telefon und Skype begleitet habe und deren Lebensgefühl sich in dieser Zeit von „aussichtslos“ zu „es geht mir richtig gut“ verändert hat. Als sie mich zum ersten Mal anrief, war sie völlig aufgelöst und erzählte:

„Ich bin 34, eine hübsche Frau und hatte noch nie eine glückliche Beziehung. Mein Verhältnis zu meinen Eltern ist auch schwierig. Keiner mag mich! Ich habe vor ein paar Wochen in einer Aufstellung erfahren, dass ich eine Zwillingsschwester hatte. Kann das damit etwas zu tun haben? Ich weiß nicht mehr weiter.“

Keiner mag mich - Ein häufiges Lebensgefühl nach einem Zwillingsverlust im Mutterleib. Das Phänoment "Verlorener Zwilling" betrifft mindestens 40% aller Menschen. Anne Kathrin Frihs begleitet sie in der Aufarbeitung des Verlustes zu einem zuversichtlichen, freudigen und erleichterten Lebensgefühl.

Klar, denkt man erst mal: „Keiner mag mich.“ kann niemals nicht stimmen. Aber für Susanna war es so. Sie konnte nicht wahrnehmen, wenn jemand sie mochte.

In unserer ersten Skype Session zeigte sich in einem inneren Bild Susannas Urgroßvater, der ihr eine liebevolle, nährende Kraftquelle wurde. Durch ihn konnte sie fühlen: Keiner mag mich – stimmt nicht. Mein Urgroßvater liebt mich. In dieses Gefühl konnte sie eintauchen. Ihr falscher Glaubenssatz erhielt dadurch einen Gegenpol.

Bei unserem zweiten Termin erzählte mir Susanna, dass sie sich etwas ruhiger fühlte und dass sich ihr Verhältnis zu ihrer Mutter entspannt hatte.

Susannas Gedanken und Gefühle kreisten damals oft um ihre unglücklichen Männergeschichten. Wir spürten uns von diesen aktuellen Problemen zu deren Ursprüngen vor und entdeckten noch einen verlorenen Zwilling, einen Bruder. Susanna ist also ein alleingeborener Drilling.

Sie erkannte, dass dieser Verlust der Grund für viele ihrer Beziehungsschwierigkeiten war. Unbewusst hatte sie Schuldgefühle entwickelt. Sie hatte geglaubt, am Tod ihres Bruders schuld zu sein und hatte den Vorsatz entwickelt, niemals mehr einem Mann weh zu tun. Das führte leider dazu, dass sie auch unpassenden Verehrern nicht Nein sagen konnte und Beziehungen mit ihnen einging, nur um ihnen nicht weh zu tun. Glücklich werden, konnte sie auf diese Weise natürlich nicht. Wir klärten diese Missverständnisse Schritt für Schritt auf.

Trost und einen Weg für Veränderung fand Susanna auf diese Weise: Als ich sie nach dem Namen des Bruders fragte, war ihr sofort klar, dass er Max heißt, genau wie ihr Kuschelbär, der jede Nacht auf ihrer Brust lag, auf jede Reise mit musste, ohne den nichts ging. In ihren inneren Bildern, die dann folgten, fühlte sie sich von ihrem Drillingsbruder Max umarmt und erkannte ihn als ihren Schutzengel in ihrem Leben und dass er sie nie allein gelassen hatte. Ab diesem Moment entspannte sich Susanna mehr und mehr.

Unsere dritte Skype Session war für mich, als wenn mir Susanna ein Blümchen nach dem anderen zeigte, lauter positive Veränderungen, die sie bei sich bemerkt hatte und die sich zusammengenommen für mich wie ein großer Wiesenblumenstrauß anfühlten. Einige davon möchte ich hier aufzählen:

Ist der Verlust eines geliebten Menschen, z.B. des verlorenen Zwillings, gut verarbeitet, stellt sich ein neues Lebensgefühl ein. So bei Susanna nach ihrer Arbeit mit Anne Kathrin Frihs: "Wow! … Ich kann es nicht erklären, aber alles ist anders, obwohl sich von außen betrachtet nichts verändert hat. Es ist innerlich, meine Gefühlswelt, es ist eine Leichtigkeit da, nach der ich mich so lange gesehnt habe."

Susanna fühlte sich klarer. Ihr Gedankenkarussell war viel ruhiger geworden.

Sie bemerkte, dass einige ihrer Mitmenschen sie mögen, wertschätzen und sich dafür interessieren, wie es ihr geht. Das war ein ganz neues Gefühl für Susanna. Schön und zugleich fremd.

Sie nahm sich vor, ehrliche wertschätzende Worte und Komplimente annehmen zu lernen.

„Keiner mag mich“ gehört nun ihrer Vergangenheit an.

Die Beziehung zu ihren Eltern wurde herzlicher. Und es kam noch mehr Wohltuendes hinzu:

Susanna fühlt sie sich vom Leben getragen, seit sie ihren Bruder Max wiedergefunden hat und ihn als Schutzengel an ihrer Seite weiß.

Nach einiger Zeit bemerkte sie, dass ihr Teddy jetzt „nur noch“ ihr lieber Teddy ist und nicht mehr als Geschwisterersatz dienen muss.

„Die Angst, verlassen zu werden, ist nicht mehr so da.“

Auch im Kontakt mit Männern erlebt sich Susanna neu. Ihre innere Zufriedenheit hängt nicht mehr vom Beziehungsstatus ab. Wenn sie sich in ihrem Umfeld umschaut, weiß sie auch ganz klar, auf welche Kompromisse sie gern verzichtet. Sie beginnt nun Männer ganz neu anzuschauen und dabei auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten. Sie kann sich abgrenzen, weil sie keine Schuldgefühle mehr hat und weil sie die Männer nicht mehr mit ihrem „Verlorenen Zwilling“ verwechselt.

Mit ihrem wiedergefundenen Zwilling an ihrer Seite hat sich eine ganz wichtige Basis für ein gutes Lebensgefühl entwickelt. Susanna sagte mir: „Mein Leben kann jetzt schön sein, unabhängig von anderen. Ich brauche jetzt keinen Mann mehr dafür. … Früher musste immer etwas passieren, damit es schön ist. Jetzt ist es einfach so schön.“

Im dritten und vierten Skype-Termin klärten wir alte Emotionen, die sich in Susannas System festgesetzt hatten. Danach schrieb sie mir diese Zeilen:

„Wow! … Ich kann es nicht erklären, aber alles ist anders, obwohl sich von außen betrachtet nichts verändert hat. Es ist innerlich, meine Gefühlswelt, es ist eine Leichtigkeit da, nach der ich mich so lange gesehnt habe.“

„Hatte einfach das Bedürfnis, Dir das zu schreiben ☺️ und mich auch bei Dir bedanken! Für alles, was Du für mich getan hast! Wenn ich Freunden von Dir erzähle, erzähle ich ihnen von meinem Engel Anne! Das bist Du die letzten Wochen für mich gewesen! Wüsste nicht, wo ich ohne Dich mit meinen Emotionen & überhaupt stehen würde! Ich bin unendlich dankbar dafür! Ich bin Dir unendlich dankbar! „

Ich hoffe, Susannas Geschichte macht Dir Mut für Deinen Weg zu mehr Leichtigkeit und Lebensfreude.

(Susannas Name ist natürlich geändert und die Inhalte unserer Arbeit sind so gekürzt, dass ihre Anonymität und Würde gewahrt bleiben. )

Hast Du Fragen zu diesem Thema oder wünscht Dir meine Hilfe für Deinen Weg? Dann ruf mich an: 030 224 13 445 oder schreib mir.

Eine Zusammenarbeit ist sowohl in meiner Praxis in Berlin Steglitz als auch per Telefon/Skype möglich.

Herzliche Grüße, Anne

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